• Energiesparlampen vs. Glühbirnen - Ein Vergleich


    Mit April 2009 ist die EG-Verordnung, dass auf Basis der Ökodesign-Richtlinien Lampen mit wenig Energieeffizienz, in den EU-Ländern stufenweise aus dem Verkehr gezogen werden, in Kraft getreten.
    Anstatt der herkömmliche Glühlampen, bei welcher durch elektrischen Strom Wolframdraht erhitzt und zum Leuchten gebracht wird, sollen nun Kompaktleuchtstofflampen, Verwandte der Neonröhre und umgangssprachlich Energiesparlampen genannt, verwendet werden.Diese leuchten durch eine Gasentladung in ihrem Inneren. Der Begriff Kompaktleuchtstofflampen umfasst verschiedenste energiesparende Leuchtmittel.
    Kompaktleuchtstofflampen haben häufig ein Vorschaltgerät integriert und verfügen über einen sogenannten Edisonsockel, der es erlaubt, diese Leuchtmittel direkt in die bereits vorhandenen Glühlampenfassungen einzuschrauben.

    Als Ersatz für die konventionelle Glühlampe werden bei der Energiesparlampe über verschiedenste Vor- und Nachteile diskutiert - bei genauer Betrachtung überwiegen die Vorteile.
    Eines vorweg: Früher wurde in den Startern der Energiesparlampen das radioaktive Gas Krypton verwendet, solche Leuchtmittel sind seit 1990 aber nicht mehr auf dem Markt.

    Lichtausbeute:
    Energiesparlampen bieten mit rund 60 Lumen/Watt eine etwa vier bis fünf Mal höhere Lichtausbeute als Glühlampen (12 bis 15 Lumen/Watt). Das bedeutet, dass Energiesparlampen bei gleichem Lichtfluss bis zu 80 Prozent weniger elektrische Leistung benötigen. Allerdings kann es der Fall sein, dass die Energiesparlampe, bei selber Wattanzahl wie die Glühlampe, im Vergleich weniger hell leuchtet.

    Lebensdauer:
    Eine Energiesparlampe brennt mit 3.000 bis 15.000 Stunden wesentlich länger als eine Glühlampe mit einer Lebensdauer von 1.000 bis 2.000 Stunden. Daher können Energiesparlampen bei durchschnittlicher Verwendung von vier Stunden am Tag mehr als 10 Jahre halten - dementsprechend kürzer, wenn das Licht häufig ein- und ausgeschaltet wird.

    Energiesparpotential und Umwelteinfluss
    Wie bereits erwähnt, verbrauchen Energiesparlampen bis zu 80 Prozent weniger Strom als Glühlampen. Grob gerechnet kann jeder Haushalt, der ausschließlich mit Energiesparlampen bestückt ist, bis zu 180 Euro im Jahr an Energiekosten sparen. Umgelegt auf ganz Deutschland ergäbe das eine Ersparnis von rund 1,5 Milliarden Euro. Außerdem würde der Austausch von nur etwas mehr als der Hälfte der Glühlampen gegen Energiesparlampen zu einer Reduktion des CO2-Ausstoßes von etwa 4,5 Millionen Tonnen führen. Das entspräche der Menge, die fast zwei Millionen Autos im Mittelklassebereich bei einer Strecke von 15.000 Kilometer im Jahr in die Luft blasen.
    Hinzu kommt allerdings folgender Aspekt: Eine Studie aus dem Jahr 2008 belegt, dass Energiesparlampen weniger Wärme abgeben als Glühlampen, was bedeutet, dass während der Heizperiode der Bedarf an Heizenergie ein wenig ansteigt. Allerdings sinkt umgekehrt der Bedarf an Kühlenergie während der Kühlsaison. Dieser Tatsache ist natürlich hauptsächlich für große Gebäude relevant, weniger für einen Einzelhaushalt.

    Lichtfarbe
    Häufig hört man das Argument, dass Energiesparlampen ein kälteres Licht verbreiten als Glühbirnen. Dieser Eindruck entsteht aufgrund des abweichenden Farbspektrums der
    Kompaktleuchtstofflampe, der Wiedergabeindex liegt zwischen 80 und 85 (Glühlampen haben einen Index von 100). Das bedeutet also, dass die Farben unter der Energiesparlampe nicht ganz farbgetreu widergegeben werden, kälter ist das Licht jedoch nicht.
    Beim Dimmen hingegen, bei dem eine Energiesparlampe nur an Helligkeit verliert, im Gegensatz zur Glühlampe, bei welcher auch die Farbtemperatur sinkt, erzeugt die Kompaktleuchtstofflampe tatsächlich ein kälteres Licht.
    Als Ausgleich dafür, blenden Energiesparlampen weniger als klare Glühlampen.

    Störfaktoren
    Die üblichen Energiesparlampen funktionieren am besten bei maximal 30 Grad, ist es wärmer, sinken Lichtausbeute und Lebensdauer. Ebenso bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.
    Kompaktleuchtstofflampen mit elektronischen Vorschaltgeräten erzeugen elektromagnetische Felder, die zwar gesundheitlich unbedenklich sind, aber hochempfindliche Geräte stören könnten. Außerdem kann das für Menschen unsichtbare Flimmern von Energiesparlampen Störsignale erzeugen, das eventuell zu einer Fehlschaltung oder einer Einschränkung der Reichweite bei einer Infrarotfernbedienung führt.
    Je nach Qualität der Energiesparlampe und der Bauteile im Vorschaltgerät ist es möglich, dass sie hörbare Schwingungen erzeugt, die vom Menschen als Brummen wahrgenommen werden.

    Schadstoffe
    Anders als die herkömmliche Glühlampe enthält die Energiesparlampe diverse Schadstoffe, allen voran Quecksilber in einer von der EU vorgeschriebenen Höchstmenge von fünf Milligramm pro Lampe. Das giftige Element ist hermetisch eingeschlossen, kann bei Glasbruch jedoch entweichen und in geschlossenen Räumen die Belastung auf das 20-fache des Richtwerts ansteigen lassen. In einem solchen Fall sollte sofort gelüftet werden, ein echtes Gesundheitsrisiko besteht nicht.
    Aber: Bei der Stromerzeugung aus Steinkohle entsteht Quecksilber - durch den stromsparenden Gebrauch von Kompaktleuchtstofflampen verringert sich folglich die Emission und ist damit geringer, als der Quecksilbergehalt der Energiesparlampen.
    Die Flammschutzmittel in der Elektronik-Platine und des Plastikgehäuses können während des Gebrauchs der Energiesparlampe ausgasen, was zur Geruchsbelästigung führen kann. Eine Gefahr für die Gesundheit besteht dabei nicht.

    Entsorgung
    Die herkömmliche Glühlampe enthält keine umweltbelastenden Inhaltsstoffe und kann im Hausmüll entsorgt werden.
    Energiesparlampen werden zwar von Herstellern zurückgenommen, Händler sind allerdings nicht zur Rücknahme verpflichtet. Entsorgt werden können alle Kompaktleuchtstofflampen als Sondermüll im Rahmen von Sammlungen, in Wertstoffhöfen, bei gewerblichen Sammelstellen und in vielen Supermärkten.
    Im Besonderen muss davor gewarnt werden, Energiesparlampen im Glascontainer zu entsorgen: Da die Lampen beim Einwurf meist kaputt gehen und daher, gemessen an der Menge der zerschlagenen Lampen, ein hohes Maß an Quecksilber austritt, besteht ein hohes Gesundheitsrisiko für alle, die mit dem Container in Berührung kommen.

    Im Überblick (Gerundete Werte):

    Energiesparlampe 11 Watt
    Stromkosten/Jahr 2,60 Euro
    Stromverbrauch/Jahr 12 kWh
    CO2 Emission/Jahr 8 kg
    Lebensdauer/Lampe 10.000 Std.
    Quecksilbergehalt/Lampe 2 mg
    Quecksilberemission/10.000 Std. 3,29 mg

    Glühlampe 60 Watt
    Stromkosten/Jahr 14,40 Euro
    Stromverbrauch/Jahr 66 kWh
    CO2 Emission/Jahr 42 kg
    Lebensdauer/Lampe 1.000 Std.
    Quecksilbergehalt/Lampe 0 mg
    Quecksilberemission/10.000 Std. 8,90 mg
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    Frederick678

    Hallo!

    Mein Freund hat sein Büro bei uns im Haus.
    Ich möchte, dass es gemütlich und schön eingerichtet ist, auch wenn es "Arbeitsgebiet"

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    Frederick678 13.05.2012, 12:52 Gehe zum letzten Beitrag
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