• Nachtspeicherheizung - Pro & Kontra


    Nachtspeicherheizungen sind auch unter dem Namen Speicherheizungen oder Niedertarif-Speicherheizungen bekannt. Es handelt sich dabei um Einzelöfen, die nachts angeheizt werden und dann tagsüber die gespeicherte Wärme wieder abgeben. Besonders in den 1970er Jahren wurden Nachtspeicheröfen gefördert, um die Effizienz von öffentlichen Kraftwerken zu erhöhen. Um den Nachtstrom zu nutzen, benötigt man besondere Zähler, welche zwischen zwei verschiedenen Tarifen hin und herspringen können.

    Zu den Vorteilen von Nachtspeicherheizungen gehören die vergleichsweise geringen Kosten beim Einbau. Es werden keine besonderen Einbauten benötigt, außer eventuell einem zusätzlichen Stromzähler und den geeigneten Stromleitungen. Aus diesem Grunde bieten Nachtspeicheröfen oftmals eine günstige Alternative bei der Sanierung von Altbauten. Zudem fallen nur sehr geringe Wartungskosten an, da zum Beispiel die Wartung durch einen Schornsteinfeger entfällt. Aufgrund der kompakten Bauform sind Nachtspeicherheizungen zudem sehr platzsparend. Man benötigt weder Heizrohre noch Brenner oder einen Kamin. Auch einen platzintensiven Heizöltank kann verzichtet werden. Ist die Heizung geladen, lassen sich Nachtspeicherheizungen über das Thermostat sehr einfach bedienen. Bei Bedarf kann durch das Einschalten eines Gebläses zusätzliche Wärme erzeugt werden.

    Allerdings haben Nachtspeicherheizungen auch ihre Nachteile. So sind sie unter anderem sehr verbrauchsintensiv. Bei alternativen Heizarten besteht die Möglichkeit immer nur dann zu heizen, wenn die Witterung dies erforderlich macht. Bei Nachtspeicherheizungen ist dies aber nur sehr schwierig machbar. Um die Heizung tagsüber nutzen zu können, ist es erforderlich, diese jede Nacht aufzuladen. Wer abends gegen 21:00 Uhr mit dem Laden beginnt, hat die Möglichkeit ab etwa 06:00 Uhr mit dem Heizen zu beginnen. Wer auf das nächtliche Heizen verzichtet, weil zum Beispiel der Tag sehr warm war, kann am nächsten Tag eine böse Überraschung erleben. Wenn es wider Erwarten zu einem Kälteeinbruch kommt, besteht keine Möglichkeit zu heizen. Ein weiterer großer Nachteil von Nachtspeicherheizungen entsteht durch die dynamische Erwärmung. Durch das Gebläse wird verhältnismäßig viel Staub aufgewirbelt, welcher zu einem Austrocknen der Raumluft führt.

    Aus umwelttechnischen Gründen können Nachtspeicherheizungen nur bedingt empfohlen werden. Die Umwandlung von Strom in Wärme zählt zu den ineffizientesten Formen der Energiegewinnung, was zu verhältnismäßig hohen Kosten führt. Bereits bei der Produktion geht ein großer Teil der Energie während der Umwandlung verloren. Dies führt zu einer relativ hohen CO2 Emission. Zudem geht noch ein großer Teil der Energie in den Leitungen und vor Ort verloren. Aus diesen Gründen ist es auch geplant, bis zum Jahre 2020 vorhandene Nachtspeicherheizungen gegen alternative Systeme einzutauschen.
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    Frederick678

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    Frederick678 13.05.2012, 12:52 Gehe zum letzten Beitrag
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